Historische Aufnahme der Filiale
1894

Wie alles begann.

Der erste Firmenstandort der Buchbinderei Rose war die Schillerstraße 56. Max Rose war Buchbindermeister, seine Dienstleistung im Freiburg des späten 19. Jahrhunderts sehr gefragt. In der Werkstatt baute Clara Rose parallel einen Handel für Schreibwaren auf – ein kleiner Seitenzweig, der in den Jahrzehnten darauf immer wichtiger werden sollte.

Heute, über 130 Jahre später, hat das Geschäft seinen Sitz in der Günterstalstraße 3 – gleich um die Ecke vom ersten Ladenlokal.

Zeitleiste

Von 1894 bis heute.

Die wichtigsten Stationen unseres Familienbetriebs.

1894

Die Gründung

Am 30. April eröffnet Max Rose seine Buchbinderei in der Schillerstraße 56. Seine Ehefrau Clara übernimmt den Handel mit Schreibwaren.

~1917

Umzug in die Günterstalstraße

Max und Clara Rose kaufen das Haus in der Günterstalstraße 3 und verlegen Werkstatt und Laden dorthin. An dieser Adresse ist das Geschäft bis heute zu Hause.

1927

Clara übernimmt

Nach dem Tod ihres Mannes Max führt Clara Rose die Firma gemeinsam mit einem angestellten Buchbinder weiter. Sie hält den Betrieb durch die schwierigen Zwischenkriegsjahre.

1961

Zwei Wege, eine Familie

Buchbinderei und Schreibwarengeschäft werden getrennt. Walter Rose, einziger Sohn des Gründerpaars, übernimmt den Schreibwarenhandel – sein ältester Sohn Horst Rose führt die Buchbinderei fort, die es bis heute gibt.

1960er

"Kauft Lose bei Rose!"

Walter Rose hat ein Händchen fürs Marketing. Er erfindet den Slogan, unter dem der Laden schon früh auch Verkaufsstelle für Lose der Klassenlotterie und später Lotto-Annahmestelle wird. Einmal fährt er mit einem umgebauten Werbe-Automobil durch Freiburg und wirft Flyer aus dem Fenster – was ihm ein Bußgeld einbringt.

1972

Eine neue Generation lernt

Ingrid Rose beginnt ihre Lehre im Familiengeschäft. Über ein halbes Jahrhundert später sagt sie noch: "Ich mache meinen Job heute immer noch genauso gerne wie damals."

1979

Thomas Rose übernimmt

Mit nur 23 Jahren übernimmt Thomas Rose – Enkel des Gründerpaars – den Betrieb. Er verkauft dafür seinen alten Renault 4 und nimmt einen Kredit auf. Nach einem Volontariat beim Fachhandelshaus Hans Rehn in Stuttgart bringt er frische Ideen mit: Unter anderem stellt er der Kundschaft einen Fotokopierer zur Verfügung – damals eine Pionierleistung im Stationärhandel.

1991

Eine Filiale in der Innenstadt

Zum 60 Quadratmeter großen Stammhaus in der Günterstalstraße kommt eine Filiale im Kollegiengebäude II der Universität, Bertoldstraße 28, hinzu.

2014

Ankunft in St. Georgen

Wir eröffnen unsere Filiale in der Terlanerstraße 2 im Stadtteil St. Georgen – klein, persönlich und schnell im Viertel angekommen.

2019

125 Jahre Schreibwaren Rose

Der Betrieb feiert sein 125-jähriges Bestehen. Thomas Rose sagt der Presse: "Ich bin sehr froh, wie alles gewachsen ist."

Mittlerweile ist das Geschäft auch Partner des Paketdienstes Hermes – eine kleine Zusatzleistung, die überraschend viel zusätzliche Kundschaft bringt.

2025

Abschied von der Innenstadt

Nach 34 Jahren schließt unsere Filiale in der Innenstadt, zuletzt am Rotteckring 4. Nicht aus Mangel an Kundschaft – im Gegenteil: "Die Läden laufen, hier ist immer was los." Aber es fehlt an Personal, das langfristig bleiben will. Am 13. Dezember 2025 öffnen wir dort zum letzten Mal.

heute

Zwei Filialen, vierte Generation

Heute führen Thomas und Bianca Rose den Betrieb mit zwei Filialen: dem Stammhaus in der Günterstalstraße und der Filiale in der Terlanerstraße. Geblieben ist, was den Betrieb seit jeher getragen hat – Beratung, Qualität und das ehrliche Gespräch über den Tresen hinweg.

"Ich bin überzeugt, dass guter Service und ein freundlicher, wertschätzender Kontakt zu Kunden dem stationären Handel immer eine Existenzgrundlage bieten werden." Bianca Rose
Die Filiale in der Günterstalstraße heute
Haltung

Warum wir das tun.

Ein Familienbetrieb über vier Generationen zu führen, ist keine Selbstverständlichkeit. Der Einzelhandel verändert sich, das Kaufverhalten verändert sich – aber die Überzeugung, dass es im Leben Dinge gibt, die man besser im Laden um die Ecke kauft als im Internet, bleibt.

Ein Stift, den man in der Hand hält, bevor man ihn kauft. Ein Heft, dessen Papier man fühlt. Eine Beratung, die nicht aus einem Drop-down-Menü kommt, sondern von einem Menschen, der seit Jahrzehnten mit Schreibwaren arbeitet. Dafür stehen wir – und solange Sie vorbeikommen, stehen wir gerne weiter dafür.

Besuchen Sie uns