Vier Generationen,
ein Familienbetrieb.
Als Max Rose am 30. April 1894 in Freiburg seine Buchbinderei eröffnete und seine Frau Clara den Verkauf von Schreibwaren aufnahm, wussten die beiden nichts vom Onlinehandel oder dem papierlosen Büro. Über 130 Jahre später gibt es den Betrieb immer noch – und das hat viel mit den Menschen zu tun, die ihn geführt haben.
Wie alles begann.
Der erste Firmenstandort der Buchbinderei Rose war die Schillerstraße 56. Max Rose war Buchbindermeister, seine Dienstleistung im Freiburg des späten 19. Jahrhunderts sehr gefragt. In der Werkstatt baute Clara Rose parallel einen Handel für Schreibwaren auf – ein kleiner Seitenzweig, der in den Jahrzehnten darauf immer wichtiger werden sollte.
Heute, über 130 Jahre später, hat das Geschäft seinen Sitz in der Günterstalstraße 3 – gleich um die Ecke vom ersten Ladenlokal.
Von 1894 bis heute.
Die wichtigsten Stationen unseres Familienbetriebs.
Die Gründung
Am 30. April eröffnet Max Rose seine Buchbinderei in der Schillerstraße 56. Seine Ehefrau Clara übernimmt den Handel mit Schreibwaren.
Umzug in die Günterstalstraße
Max und Clara Rose kaufen das Haus in der Günterstalstraße 3 und verlegen Werkstatt und Laden dorthin. An dieser Adresse ist das Geschäft bis heute zu Hause.
Clara übernimmt
Nach dem Tod ihres Mannes Max führt Clara Rose die Firma gemeinsam mit einem angestellten Buchbinder weiter. Sie hält den Betrieb durch die schwierigen Zwischenkriegsjahre.
Zwei Wege, eine Familie
Buchbinderei und Schreibwarengeschäft werden getrennt. Walter Rose, einziger Sohn des Gründerpaars, übernimmt den Schreibwarenhandel – sein ältester Sohn Horst Rose führt die Buchbinderei fort, die es bis heute gibt.
"Kauft Lose bei Rose!"
Walter Rose hat ein Händchen fürs Marketing. Er erfindet den Slogan, unter dem der Laden schon früh auch Verkaufsstelle für Lose der Klassenlotterie und später Lotto-Annahmestelle wird. Einmal fährt er mit einem umgebauten Werbe-Automobil durch Freiburg und wirft Flyer aus dem Fenster – was ihm ein Bußgeld einbringt.
Eine neue Generation lernt
Ingrid Rose beginnt ihre Lehre im Familiengeschäft. Über ein halbes Jahrhundert später sagt sie noch: "Ich mache meinen Job heute immer noch genauso gerne wie damals."
Thomas Rose übernimmt
Mit nur 23 Jahren übernimmt Thomas Rose – Enkel des Gründerpaars – den Betrieb. Er verkauft dafür seinen alten Renault 4 und nimmt einen Kredit auf. Nach einem Volontariat beim Fachhandelshaus Hans Rehn in Stuttgart bringt er frische Ideen mit: Unter anderem stellt er der Kundschaft einen Fotokopierer zur Verfügung – damals eine Pionierleistung im Stationärhandel.
Eine Filiale in der Innenstadt
Zum 60 Quadratmeter großen Stammhaus in der Günterstalstraße kommt eine Filiale im Kollegiengebäude II der Universität, Bertoldstraße 28, hinzu.
Ankunft in St. Georgen
Wir eröffnen unsere Filiale in der Terlanerstraße 2 im Stadtteil St. Georgen – klein, persönlich und schnell im Viertel angekommen.
125 Jahre Schreibwaren Rose
Der Betrieb feiert sein 125-jähriges Bestehen. Thomas Rose sagt der Presse: "Ich bin sehr froh, wie alles gewachsen ist."
Mittlerweile ist das Geschäft auch Partner des Paketdienstes Hermes – eine kleine Zusatzleistung, die überraschend viel zusätzliche Kundschaft bringt.
Abschied von der Innenstadt
Nach 34 Jahren schließt unsere Filiale in der Innenstadt, zuletzt am Rotteckring 4. Nicht aus Mangel an Kundschaft – im Gegenteil: "Die Läden laufen, hier ist immer was los." Aber es fehlt an Personal, das langfristig bleiben will. Am 13. Dezember 2025 öffnen wir dort zum letzten Mal.
Zwei Filialen, vierte Generation
Heute führen Thomas und Bianca Rose den Betrieb mit zwei Filialen: dem Stammhaus in der Günterstalstraße und der Filiale in der Terlanerstraße. Geblieben ist, was den Betrieb seit jeher getragen hat – Beratung, Qualität und das ehrliche Gespräch über den Tresen hinweg.
"Ich bin überzeugt, dass guter Service und ein freundlicher, wertschätzender Kontakt zu Kunden dem stationären Handel immer eine Existenzgrundlage bieten werden." Bianca Rose
Warum wir das tun.
Ein Familienbetrieb über vier Generationen zu führen, ist keine Selbstverständlichkeit. Der Einzelhandel verändert sich, das Kaufverhalten verändert sich – aber die Überzeugung, dass es im Leben Dinge gibt, die man besser im Laden um die Ecke kauft als im Internet, bleibt.
Ein Stift, den man in der Hand hält, bevor man ihn kauft. Ein Heft, dessen Papier man fühlt. Eine Beratung, die nicht aus einem Drop-down-Menü kommt, sondern von einem Menschen, der seit Jahrzehnten mit Schreibwaren arbeitet. Dafür stehen wir – und solange Sie vorbeikommen, stehen wir gerne weiter dafür.